Die Herausforderungen mit Gottes Hilfe meistern

Bauern und Bäuerinnen sind mit grossen persönlichen und politischen Herausforderungen konfrontiert. Dass es Hoffnung gibt, wurde an der Bauernkonferenz 2019 sichtbar. Über 800 Besucher liessen sich vom 11. bis 13. Januar in der Reithalle Winterthur ermutigen. Die christliche Bauernbewegung feierte dabei auch ihr 10-Jahr-Jubiläum.

„Der Druck nimmt zu“, stellte Andreas Keller, Leiter von Bauernkonferenz und Stiftung Schleife, zu Beginn klar. Bäuerinnen und Bauern gehe es wie einem Druckluftkompressor: „Es wird immer mehr reingedrückt. Viele können nicht mehr.“ Die Reissleine – wie es sie am Kompressor für den raschen Druckablass gibt – scheint dann der letzte Ausweg zu sein: Selbstmord. Aus der Ehe aussteigen. Fertig Schluss. Doch das sei nicht die Lösung. „Wir sollen alle unsere Sorgen auf Gott werfen, denn er sorgt für uns“, sagte Andreas Keller. Das sei ein aktiver Entscheid. Durch weitere Referate, Workshops, Gebetsangebote sowie persönliche Begegnungen und Gemeinschaft wurden die Bauern und Bäuerinnen ermutigt.

Bauernpräsident spricht von Gottes Segen
Gast der Bauernkonferenz 2019 war Nationalrat und Präsident des Schweizer Bauernverbandes Markus Ritter. Er zeigte die aktuellen politischen Herausforderungen wie Raumplanung, Agrarvorlage, Bürokratie und verschiedene Initiativen auf. Und er bekannte: „Ohne den Segen Gottes kann man die Herausforderungen unserer Bauernfamilien nicht meistern.“ Am Samstagabend sprachen junge Bauern und Bäuerinnen über ihre Sorgen und Siege, die vom richtigen Umgang mit Geld bis zum Zusammenleben mit den Schwiegereltern auf dem Hof reichten. Berichte über Erlebnisse mit Gott waren ein wichtiger Teil der Konferenz. Und auch der Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre ermutigte viele Teilnehmer.

Verbindung von Stadt und Land stärken
Die Bewegung von christlichen Bauern nahm 2009 ihren Anfang und zieht immer weitere Kreise. Eine wachsende Gebetsbewegung mit über 500 betenden Landwirten in mehr als 60 Gebetsgruppen in der ganzen Schweiz ist entstanden. Neben der Gründung von Gebetsgruppen wurden in den vergangenen Jahren weitere wichtige Anliegen angesprochen und angepackt wie das Miteinander der Generationen, die Stellung der Frau, Vergebung und Versöhnung und die internationale Vernetzung von Bauernbewegungen. Der öffentliche, gemeinsame Familiengottesdienst am Sonntagmorgen war zudem eine Zeichen, die Verbindung von Stadt und Land zu stärken.

Text: Jonas Munz, Stiftung Schleife / Winterthur, 13. Januar 2019
Fotos: Raphael Saxer

Rückblick

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