Regionaler Bauerntag Züribiet

06.03.2016 in Wülflingen

Rund 200 Bauern und Bäuerinnen trafen sich am Sonntag, 6. März 2016 zu einem regionalen Bauerntag an der Landwirtschaftlichen Schule Strickhof in Winterthur-Wülflingen.

Anstelle einer gesamtschweizerischen Bauernkonferenz fanden dieses Jahr von Januar bis März 10 regionale Tagungen statt. Das Ziel war, den Austausch unter Bauern aus der Region zu fördern, Ermutigungen aus dem Alltag weiterzugeben und neue Perspektiven aus biblischer Sicht aufzuzeigen.

Zum Thema „Investieren, aber richtig?!“ bereitete ein Team von Zürcher Bauern und Bäuerinnen diesen Tag vor, der eine bunte Mischung aus Musik, Gottesdienst, Podiumsgespräch, Referaten und Erfahrungsberichten war. Für die Kinder gab es ein separates Programm. Auch der gemütlich-kulinarische Teil kam nicht zu kurz. Nebst heissem Fleischkäse und frischem Zopf fanden die von den Teilnehmern mitgebrachten Salate und Desserts grossen Absatz.

In unserer hektischen Zeit, mit tiefen Preisen und hohen Anforderungen, sind viele Bauern immer mehr verunsichert und überfordert. Sie rotieren oft wie im Hamsterrad, kommen nicht vorwärts und haben „ihre Mitte“ verloren. Dies zeigte Andreas Frischknecht anschaulich anhand eines Velos auf, an dem die Naben nicht im Zentrum der Räder waren. Immer wieder war die Botschaft eindeutig: Wenn Gott nicht im Zentrum steht, „holpert‘s und hapert’s“!

Im Podiumsgespräch erzählte Peter Rahm unter anderem eindrücklich, wie Gott bei der Bekämpfung der Kirschessigfliege übernatürlich eingegriffen hatte. Nach einer Gebetszusammenkunft von Winzern und Bauern fielen die Temperaturen in Hallau tief unter den Gefrierpunkt. Dadurch starb ein grösserer Teil dieser Insektenpopulation.

Die Beiträge von Alois Burger und Michael Welz waren Worte der Ermutigung zur Zusammenarbeit mit Gott im praktischen Berufsalltag. Auch wenn manchmal nicht alles rund läuft, sollte Gott dennoch nicht aus dem Blickfeld gelassen werden.
Das Investieren ins gemeinsame Gebet hat schon oft weitergeholfen und neue Wege aufgezeigt.

In seinem persönlichen Grusswort setzte sich der kantonale Bauernverbandspräsident Hans Frei vehement für die Bauern ein. „Stets sinkende Milchpreise, immer neue Forderungen der Grossverteiler, ungewisse Versorgungssicherheit - so geht das einfach nicht!“, betonte er mehrmals. Er erhielt nebst kräftigem Applaus auch noch mutmachende Segensworte vom Team für seine wichtige Aufgabe.

Mit humorvollen Jodelliedern der Familie Brunner aus Bubikon, sowie persönlichen Erlebnisberichten von Bauern und Bäuerinnen aus der Region ging der Nachmittag schnell vorüber. Schon bald mussten die Ersten wieder aufbrechen zum alltäglichen Stalldienst,  frisch gestärkt und mit neuem Schwung!

Maja Bieri, Oberembrach