Regionaler Bauerntag Emmental

13.02.2016 in Burgdorf

"Mut zum Anderssein"

Der Regionale Bauerntag des Emmentals fand am Samstag, 13. Februar, im Christlichen Lebenszentrum (CLZ) Burgdorf statt. Zwischen 9.30 und 10 Uhr treffen ca. 170 Personen ein und geniessen den Kaffee und die feine Züpfe. Es ist eine Freude, so viele Bauern, Bäuerinnen und Freunde von Jung bis Alt/Älter bei einander zu haben. Nach der Begrüssung starten wir in eine belebende und erfüllende Worshipzeit.

Paul Veraguth spricht zum Thema: „Mut zum Anderssein“.

Oftmals wenn in der Bibel etwas Neues "geschah" war es auf der anderen Seite des Flusses. Mose musste mit dem Volk Israel durch das Tote Meer, Josua mit dem Volk über den Jordan. Petrus wagte den Schritt aus dem Boot aufs Wasser.

Paul ermutigt zum Schritte wagen. Da wo wir uns treffen im Bauerngebet, Hauskreis oder in den Hauszellen, da sollen wir Gemeinde sein, da fängt Gemeinde an, wir sollen unsere Stuben als Gemeinde deklarieren. In der Gemeinde im Gottesdienst treffen wir uns vor allem für die Lehre, in den kleinen Gruppen, um das Gelernte anzuwenden.

In der kleinen Gruppe wird es persönlicher und die Herausforderung ist grösser sobald man einander ins Gesicht schaut. Alle sehen die Herrlichkeit der anderen.

John Gerber erwähnt, dass es gar nicht schwer ist, anders zu sein. Wenn man anders sein will, muss man wissen, wer man ist. Richten wir uns nicht nach den Massstäben dieser Welt, sondern nach Gottes Massstäben, so sind wir schon anders. Anders sein bedeutet auch Sorge tragen zu unseren Ressourcen.

Über den Mittag bleibt Zeit zum Plaudern miteinander und einander etwas kennenzulernen.

Vier Bauern berichten uns, was es für sie konkret bedeutet, anders zu sein. Es soll uns ermutigen, auf Gott zu hören und das zu tun, was er mit uns vor hat. Für den einen bedeutet es, statt mit Traktoren mit Pferden zu arbeiten, für andere, in Menschen investieren und nicht in Kabisköpfe oder den Kräuteranbau ausbauen. Den Mut zu haben, die Pouletmäster an einer Versammlung mit dem Wort Gottes zu konfrontieren. Mut um alte Getreidesorten anzubauen und Getreide einlagern, eine Käserei zu übernehmen, oder in Fischzucht zu investieren,...

Auch in unserem Engagement des Bauerngebetes dürfen wir zu unserem Anderssein stehen, ermutigt uns Alois Burger vom Bauernkonferenzteam.

Wer im Kleinen treu ist, dem wird auch Grosses anvertraut. Brauchen wir unsere Zungen zum Ermutigen und zum Segnen. Sodass der Himmel auf der Erde immer sichtbarer wird.

Gestärkt und ermutigt nehmen wir das Gehörte mit auf unsere Höfe und in unseren Alltag, da wo wir am Tun sind.

Rebekka Hofer