Regionaler Bauerntag Berner Oberland

30.01.2016 in Spiez

Am Samstag, 30. Januar, trafen sich Bäuerinnen und Bauern, sowie diejenigen, die sich mit solchen verbunden fühlen, zur gemeinsamen Ermutigung und gegenseitigem Austausch. Schon früh füllte sich das Christliche Lebenszentrum in Spiez mit Menschen jeden Alters und der Raum war voll von Züpfe- und Kaffeegeruch und Plaudern.

Ueli und Regula Bach führten durch den Vormittag und stellten wegweisend für den Tag einen Wegweiser auf: `Vorwärts` war das Motto. Stichworte, die man bekämpfen muss und Stichworte, für die man kämpfen will, wurden am Wegweiser angeheftet.

Vom Heften zum Schlagzeug – Die Band aus dem CBZ Gstaad gab ihr Bestes und nahm die Menschen hinein in eine Anbetungszeit.

Dann erzählte Markus Bettler, der leitende Pastor vom CLZ, aus seinem Leben. Was ihn mit den Bauern verbindet? Er ist ein waschechter Bauernsohn und hat von seinem Vater gelernt, das Lob und Dank allezeit angebracht sind. Mancher Zuhörer hatte ein Schmunzeln auf den Lippen, als Markus Beispiele, wie sein Vater dieses Prinzip im Alltag praktisch anwendet hat, zum Besten gab. Zum Beispiel, als dieser durch den Stall stolperte und seinen Kopf an der Laterne anstiess – und dann noch ein `Lob und Dank` aussprach.

In einer kurzen Gebetszeit wurden Flüche gebrochen und Segen ausgesprochen über den Höfen der versammelten Menge. Dies ganz nach der Geschichte in 2. Chronik 20, wo Gott seinem Volk den Sieg verheissen hat, wenn dieses ihr Vertrauen auf den Herrn setzt.

Willi Oehninger war der Nächste, der Wunderbares aus seinem Leben zum Besten gab. Kurz und spannend erzählte er, wie Gott zu ihm redet und was er von ihm erwartet.

Danach gab John Gerber Informationen zum Bauerngebet. Spätestens nachdem er von den wunderbaren Auswirkungen des Bauerngebets erzählt hatte, wurde auch der grösste Skeptiker „gluschtig“ gemacht, bei einem Bauerngebet mitzumachen.

„Gluschtig“ wurde man auch, wenn man den feinen Zmittagsgeruch in die Nase bekam. Das Knurren im Magen wurde dann dank Reis und Geschnetzeltem und einem grossen Dessertbuffet gestillt.

Der Nachmittag wurde von den Spissentrechlern eingeläutet und ging musikalisch weiter mit Alphornklängen. Nach einer spritzigen, ermutigenden Botschaft von Samuel Humm erzählten Bäuerinnen und Bauern aus ihrem Alltag mit Gott. Einem Gott, der heilt, der Lösungen für anscheinend unlösbare Probleme schafft, benötigtes Material bereitstellt und zu uns Menschen spricht. Die Erlebnisberichte, die einem einen Schauer über den Rücken jagten oder den Mund offen stehen liessen, waren eingerahmt in Lieder und Örgelimusik.  Diese wurden zum Lob Gottes gespielt und gesungen und verbreiteten so eine feierliche Stimmung.

Während des ganzen Tags waren Gebetshelfer mit offenen Herzen bereit, persönliche Anliegen vor dem Herrn auszubreiten und Ermutigung und Rat weiterzugeben. Nach dem Schlusswort war es noch lange nicht fertig. Der Wegweiser führte nochmals in den Gemeinschaftsraum, wo man zwischen Kaffee und Kuchen weiter austauschen und die herzliche Gemeinschaft geniessen konnte. Irgendwann machten sich dann auch die letzten Besucher wieder auf ihren Weg: Vorwärts.

Martina Schärz