Regionaler Bauerntag Bern-Seeland-Sense

«SÄIE, ÄRNTE - OU IR ZUEKUNFT?» – 16. FEBRUAR 2020 IN AARBERG/BE

Unter dem Motto «Säie, ärnte – ou ir Zuekunft?» organisierte das regionale Bauernteam im bernischen Aarberg den ersten Regionalen Bauerntag.

Begleitet von einer wunderbar verheissungsvollen Morgenrotstimmung fanden sich rund 350 Bäuerinnen und Bauern sowie weitere der Landwirtschaft verbundene Gäste in der liebevoll hergerichteten «AARfit»-Mehrzweckhalle ein, um die Vision der Bauernkonferenz – Ermutigung, Begegnung, Austausch, Neuausrichtung und Vernetzung der Landwirtschaft – auch im weiten Einzugsgebiet Bern-Seeland-Sense in Form eines Regionalen Bauerntages zu leben. Selbst die Dekorationselemente wurden dem Tagesleitspruch getreu ausgewählt: Während Weizenkörner dem Kerzenlicht auf den Tischen eine Unterlage bot, wurde die Bühne von berstend vollen Körben mit geerntetem Gemüse gesäumt.

Der Bauerntag startete mit dem Lobpreis, welcher von der Band «Chummerbuebe» unterstützt wurde. Danach richtete Andreas Keller – Initiant der Bauernkonferenz – ein Wort zum Thema «Aufbruch in die Zukunft» an die Anwesenden. Ausgangspunkt seiner Ausführungen war der «Traum Gottes»: Als Halter der Schöpfung übertrug Gott deren Bewirtschaftung den Menschen. Über jene Bewirtschaftung von Planet und Erde – dieser «blauen Perle im staubigen Kosmos» – freut sich Gott, denn erst angemessene Bewirtschaftung ermöglicht die Bewahrung der Schöpfung. Durch ebendieses bewirtschaftende und damit schöpfungsbewahrende Tagwerk der Bäuerinnen und Bauern werde der Glaube laut Andreas Keller im Alltag ganz konkret gelebt – und der Traum Gottes manifest.

In Podiumsgesprächen teilten Bauern aus der Region, die in verschiedenen Bereichen engagiert sind, ihre Gedanken rund ums Thema Säen und Ernten. Es geht dabei um die Saat in junge Leute, in die Familie aber auch in die vielen Menschen ausserhalb der Landwirtschaft.
Das Letztere betonte auch Grossrätin Christine Gerber in ihrem Grusswort. Im Blick auf die bevorstehenden eidgenössischen Abstimmungen über die sogenannte «Trinkwasser-» und «Pestizidinitiative» ist eine gute Aufklärung von Seiten der Landwirtschaft wichtig. Die Konsumenten müssen für die Anlegen der Bauern gewonnen werden.

Der erste Regionale Bauerntag Bern-Seeland-Sense endete für alle anwesenden Bäuerinnen und Bauern mit neu und/oder wiedergefundener Bestärkung, als bewirtschaftende Verwalterin und Verwalter von Gottes Schöpfung zu wirken – und dem im übertragenen und wörtlichen Sinne säenden und erntenden Tagwerk weiterhin treu und ehrfürchtig nachzugehen.

Rahel Freiburghaus

Wir sind sehr dankbar für Gottes wirken während den Bauerntagen. Finden Sie hier einige Berichte von Erfahrungen mit Gott aus den verschiedenen Regionen »